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Freie Psychotherapie-Plätze 

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Wenn im Kopf der Blitz einschlägt

Migräne: Antikörper revolutionieren Vorbeugung - Auch nichtmedikamentöse Verfahren erfolgreich
Quelle:
Main-Echo, 10.05.2022, www.main-echo.de/sonderthemen/gesundheit/wenn-im-kopf-der-blitz-einschlaegt-art-7563490
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Psychische Auslöser

Damit ist der Ansatz der multimodalen, interdisziplinären Schmerztherapie beschrieben. Die Diplom-Psychologin Julia Hesse aus Würzburg hat sich als Schmerzpsychotherapeutin spezialisiert. Sie geht von einem bio-psycho-sozialen Schmerzmodell aus. Es beruht auf der Annahme, dass bei chronischen Schmerzen neben körperlichen Faktoren immer auch psychologische und soziale Faktoren eine große Rolle spielen. Sie erhalten das Schmerzgeschehen aufrecht oder verstärken es sogar.

»Die Grundlage, damit überhaupt eine gute Migräneprophylaxe durchgeführt werden kann, ist das Erreichen eines ausbalancierten Lebensstils«, sagt Hesse. Migränepatienten hätten häufig Probleme, im Alltag einen Ausgleich von Anspannung und Entspannung zu finden: »In Migränephasen fallen sie ganz aus, ob im Alltag, im Berufsleben oder auch in Familie und Partnerschaft. Zwischen den Attacken versuchen sie dann, alles, was liegen geblieben ist an Aufgaben, zu erledigen.«

Bei Migräne sei eine Reizabschirmung wichtig: mal einen ruhigen Ort aufsuchen, Leistungsdruck abbauen, Erwartungshaltungen reduzieren. Gegen den Stress setzt Hesse Entspannungsverfahren wie die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson oder Biofeedback ein. Dadurch werden sogenannte vegetative Funktionen (Pulsschlag, Muskelaktivität), die gewöhnlich unbewusst ablaufen, gemessen und den Patienten zurückgemeldet. Sie erhalten die Möglichkeit, diese zu beeinflussen.

Ferner erarbeitet Hesse mit ihren Patienten ein »Trigger-Management«: Zunächst die eigenen Auslöser kennenlernen, sie bewerten und dann lernen, den Umgang mit ihnen zu verändern. Kopfschmerztagebücher helfen, zu ermitteln, wie häufig und wie stark die Kopfschmerzen waren, welche Begleitsymptome wie Übelkeit, Erbrechen oder Sehstörungen aufgetreten sind und welche möglichen Auslösefaktoren daran beteiligt waren.

Im Mittelpunkt der schmerzpsychotherapeutischen Behandlung stehen unter anderem die Veränderung der Stimmungslage und der schmerzbezogenen Gedanken sowie Schmerzbewältigungsstrategien. Auch bestimmte Überzeugungen à la »Es muss immer alles perfekt sein« werden hinterfragt.

Migränekranke haben ein erhöhtes Risiko, eine Depression oder Angststörung zu entwickeln. Solche Begleiterkrankungen müssen psychotherapeutisch mitbehandelt werden. Als Erfolgskriterien nennt Hesse vor allem die Abnahme der Attackenhäufigkeit, der Stärke der Schmerzen und der migränebedingten Beeinträchtigungen.

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